J. Monika Walther

 

Über J. Monika Walther


Ihr Thema ist Deutschland, seine Geschichte und die Entscheidungen des Einzelnen in dieser Geschichte und zwischen den möglichen Geschichten, zwischen Phantasie und eigener Kraft: »Ich verrate mich nicht. Ich bleibe im Lande und beobachte die Geschwindigkeit der Wörter.«

J. Monika Walther hat eine phantastische Art, in einzelnen Strichen ein ganzes Innenleben zu charakterisieren. Es ist schon erstaunlich, mit wie wenigen Worten die Schriftstellerin ihre Zeichen setzt und wir wissen: aha, so einer ist das also. Oder so eine.

In einer für ihren Stil bezeichnenden Treffsicherheit greift sich die Autorin jene Spezifität eines Menschenlebens heraus, die unmittelbar zum Kern der Sache führt. Sie macht in den Facetten das Wesentliche sichtbar, erlaubt es, in Falten und Fältchen zu schauen, und obwohl diese wie flüchtige Notizen auf Zetteln wirkende Sätze auch alle zu derselben Geschichte gehören könnten, tun sie es nicht. J. Monika Walther fächert das Leben ihrer Protagonisten immer wieder neu auf, lässt Tiefe und Tiefen erkennen, ob denen einem schwindlig wird.

Am dichtesten ist J. Monika Walther aber da, wo sie erkennbar von sich selber schreibt, von ihrem Leben. Hoch assoziativ reißt ihre Sprache mit und mutet uns Welten zu, die in ihrer Konsequenz erschüttern, in ihrer Eindringlichkeit bewegen oder – denn das kann sie auch –in ihrer Verspieltheit überraschen. Bereits mit dem Lesebuch »Das Gewicht der Seele« ist der deutschen Schriftstellerin J. Monika Walther das große Kunststück gelungen, Panorama- und Lupenblick zugleich zu bieten. Vielleicht auch, weil sie selber gelernt hat, mit eigenen Widersprüchlichkeiten umzugehen.“

Michèle Minelli, Zürich

Da ist eine, die genau hinsieht. Eine, die die Intrigen des Lebens, geboren aus materiellem Elend und Sinnsuche erkennt und sie punktgenau beschreibt ohne zu werten. Das zu lesen tut mitunter weh, ist aushaltbar nur durch die stille Hinnahme, Annahme…..

In diesen Geschichten der 1945 in Leipzig geborenen, aus einer jüdisch-protestantischen Familie stammenden Autorin J. Monika Walther geht es um das Sein, das Sosein, das Anderssein. Es geht um Leben und Lebensentwürfe, um Überleben und um die Entdeckung von Mitmenschlichkeit. Manchmal unerwartet in scheinbar ausweglosen Situationen. …. Ein Schwergewicht aus den Weiten der Literaturlandschaft.“

 Sylvia Tornau, Leipzig


J. Monika Walther, geboren in Leipzig, stammt aus einer jüdisch-protestantischen Familie, aufgewachsen in Leipzig und Berlin – und kreuz und quer in der ganzen Westrepublik; lebt seit 1966 im Münsterland und den Niederlanden, arbeitet seit 1976 als Schriftstellerin: Prosa, Hörspiel, Lyrik. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien.

 

2006 Hörbuch: Die Verlobten von Alessandro Manzoni. In der Bearbeitung von J. Monika Walther. Mit Anna Thalbach und Sylvester Grothe u.a. Audio-Verlag

2006 erschien der Gedichtband „Querfeldein“ mit CD

2008 Hörbuch: Thomas Mann. Ein Leben. Biografie. Argon Verlag

2009 Goldbroiler – oder die Beschreibung einer Schlacht. Eine Kriminalgeschichte, 254 Seiten

2010 erschien der Erzählband „Das Gewicht der Seele“, 400 Seiten Prosa,

herausgegeben von Iris Nölle-Hornkamp.

2010 erhielt J. Monika Walther ein Stipendium des International writers and translators house in Ventspils/Lettland

2011 Arbeitsstipendium des Landes NRW

2012 1. Friedrichskooger Literaturstipendium

Mehr und Aktuelles unter: www.jmonikawalther.eu


2012 erscheint der Prosaband „Sperlingssommer“ und ein Gedichtband im Herbst.

Koogschreiberin

in Friedrichskoog /Nordsee 2012